Schule, Bildung, Wissenschaft

Verbesserung der Schul- und Bildungspolitik in Rheinland Pfalz durch die „Qualitätsoffensive Bildung“:

Veränderungen der Schulstruktur ziehen nicht automatisch bessere Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler nach sich. So ging die Umgestaltung der rheinland-pfälzischen Schullandschaft in den vergangenen Jahren nicht mit einer besseren Bildungsqualität einher. Ein zukunftsfähiges Bildungssystem darf sich nicht in erster Linie auf Strukturen beschränken. Das Ziel muss sein, den einzelnen Schüler in seiner individuellen Situation begabungsgerecht und frühzeitig zu fördern. Schulqualität und Unterrichtsversorgung sind dabei eng miteinander verknüpft. Tatsächlich gehaltener Unterricht, das Angebot von Wahlfächern und individuelle Fördermaßnahmen sind Grundlage dafür, dass Bildung gelingt. Es ist eine Frage der politischen Schwerpunktsetzung, ob künftig die Busfahrt zur Schule auch für Kinder aus einkommensstarken Familien vom Land bezahlt oder mit diesen Geldern der Unterrichtsausfall behoben wird. Beides zusammen geht finanziell nicht.

  • einen verbindlichen Sprachtest für alle Kinder im vierten Lebensjahr einzuführen
  • Klassenmesszahlen in den Berufsreifeklassen der Realschule plus schrittweise auf 20 Schüler senken
  • Realschule plus und Gesamtschulen schrittweise rechtlich gleichstellen
  • Verpflichtung zu gemeinsamen Orientierungsstufen zwischen Gymnasien und Realschule plus aufheben

  • Schulen für ein multiprofessionelles Netzwerk aus Schulsozialarbeitern, Psychologen und Therapeuten öffnen
  • der Begabtenförderung einen besonderen Stellenwert einräumen
  • das Angebot an Förderschulen erhalten
  • Möglichkeiten für behinderte Kinder und Jugendliche zum Besuch allgemeiner Schulen verbessern
  • Den Schulen schrittweise eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent + X zu garantieren.

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„Eine breite Debatte über eine mögliche Neuordnung der Schulferien unter Einbeziehung der Schulen, der Eltern und der einschlägigen Verbände ist in Rheinland-Pfalz überfällig“, so die familienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Simone Huth-Haage, und der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Brandl, der dem Bildungsausschuss des Landtages angehört.

Angesichts aktueller Forderungen der rot-grünen Landesregierung an den Bund zur Finanzierung der Schulsozialarbeit fragt sich die die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Simone Huth-Haage: „Warum spricht die SPD-geführte Landesregierung eigentlich nicht mit der zuständigen SPD-Bundesministerin Nahles?“ Jüngst hatte sich das rheinland-pfälzische Familienministerium „enttäuscht“ darüber gezeigt, dass die Bun-desregierung, die Anschubfinanzierung für die Schulsozialarbeit nicht fortführt und eine Bundesratsinitiative angekündigt.

„Die hohe Qualität unseres Ingenieurstudiums ist das Schatzkästchen unserer Wettbewerbsfähigkeit und muss auch zukünftig oberste Priorität der Ausbildung sein“, erklärt die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Dorothea Schäfer MdL. Sie sei enttäuscht über die Basta-Mentalität des Bildungsministeriums. In den vergangenen Tagen äußerte auch die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz Bedenken hinsichtlich der Qualität der Weiterbildungsstudiengänge für beruflich Qualifizierte.

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagfraktion, Bettina Dickes MdL, warnt angesichts der Ergebnisse des Schulleistungsvergleichs in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern vor einer falschen Selbstzufriedenheit. In nahezu allen geprüften Fächern liege Rheinland-Pfalz lediglich im Bundesdurchschnitt. Die Abweichungen seien statistisch nicht signifikant. Man könne nicht außen vorlassen, dass die unionsgeführten Bundesländer Sachsen, Thüringen und Bayern in nahezu allen geprüften Fächern einen Leistungsvorsprung von einem halben Schuljahr bis eineinhalb Schuljahren vorweisen könnten.

Die beklagenswerte Unterrichtsversorgung in Rheinland-Pfalz hat die erste Schulleiterin in Mainz dazu gebracht, den Weg an die Öffentlichkeit zu suchen. Ulrike Stephan-Emrich, die Direktorin des Gutenberg-Gymnasiums, hat ihrem berechtigten Ärger in der Lokalpresse freien Lauf gelassen und spricht unmissverständlich von einer Mangelverwaltung. Das meldet der ACDL Rheinland-Pfalz, der Arbeitskreis Christlich-Demokratischer Lehrer.

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